Seminar «Lernprozesse in Organisationen: Der Bohmsche Dialog»


Dieses Seminar nimmt einen speziellen Platz unter meinen Seminaren ein. Es ist sozusagen die Königsdisziplin unter den Disziplinen, die ich trainiere.

Wenn ich im Dialog-Seminar den Teilnehmenden die Begriffe «zuhören», «erkunden», «respektieren», «artikulieren» und «verlangsamen» vermittle, höre ich oft: "Das ist doch kein Problem, das können wir doch schon!" Aber so scheinbar einfache Begriffe haben ihre Tücken. Und es kommen noch andere: «partizipieren», «suspendieren», «das Denken beobachten» sind schon anspruchsvolle Disziplinen, die zuerst verstanden und dann geübt und trainiert werden wollen.


Stellen Sie sich vor, Sie haben privat eine schwierige, anspruchsvolle Frage, die Sie mit sich herumtragen. Was machen Sie? Versuchen Sie, alleine damit zurecht zu kommen, oder suchen Sie ein Gegenüber, mit dem Sie Ihr Problem ausfalten und erörtern können? Haben Sie in solchen Situationen schon erlebt, dass Ihnen jemand wirklich zugehört hat, so, dass Sie Ihres wirklich ausfalten konnten, in einem breiten Raum darüber reflektieren, um nach einiger Zeit im gemeinsamen Nachdenken Ihre Lösung zu finden? Oder hat Ihr Gegenüber sofort gesagt, wie er oder sie diese Geschichte findet und was Sie tun sollten?

Ich erinnere mich gut an die Situation im September 2001, als ich eben von den Anschlägen auf das World Trade Center in New York erfahren hatte und diese Bilder gesehen hatte, wie überfordert ich persönlich war, diese «Realität» zu verstehen und einzuordnen. Ich bin durch die Welt geirrt auf der Suche nach einer Person, mit der ich hätte über diese Dinge reflektieren und nachdenken können. Zufällig leitete ich einen Tag später eine generative Dialog-Gruppe, und wir dachten gemeinsam in der Dialoggruppe über diese Anschläge nach. Das hatte für mich eine wunderbare Wirkung. Im Laufe dieser Dialaog-Runde fand ich wieder eine Weite in mir, ich konnte vieles überlegen, reflektieren, einordnen, ein Verständnis entwickeln für diese Geschehnisse, und nach der Runde ging es mir wieder gut, es war wieder weit geworden in meinem Kopf und in mir.

Warum erzähle ich Ihnen diese Geschichte?

Können Sie ähnliche Erfahrungen abrufen? Haben Sie kürzlich erlebt, dass Ihnen jemand wirklich zugehört hat? Wenn ja, gehören Sie zu den Glücklichen. Viele kennen diese Erfahrung nicht.


Stellen Sie ich vor, Sie haben in Ihrer Firma ein komplexes, schwieriges Problem, das Sie schon mehrmals angegangen sind, um es zu lösen, aber es ist immer noch da. Irgendwie ist es Ihnen nicht gelungen, eine adäquate Lösung zu finden. Was machen Sie in so einer Situation?
Ja klar, Sie versuchen es noch einmal, wahrscheinlich mit den gleichen Methoden und Ansätzen, die Sie schon in den vorangegangenen Versuchen eingesetzt haben. Mehr vom Gleichen, das machen wir alle so. Zum Beispiel noch eine Sitzung machen, aber wieso sollte es diesmal besser gehen?

Die Idee, noch einmal zusammenzukommen, ist schon richtig, aber das Problem liegt in der Art, wie wir miteinander reden. Alle Beteiligten kommen in das Meeting und haben sich vorher Gedanken gemacht darüber, was die Hintergründe des Problems sind und wie es gelöst werden kann. Wenn wir genauer hinschauen, würden wir sagen: Alle haben im Kopf über das Problem und seine Lösung Konstrukte erzeugt, denn wir können ja nicht objektiv wissen, was Sache ist. Dumm ist nur, dass wir im Meeting dann schon wieder vergessen haben, dass wir uns ein Konstrukt geschaffen haben, sondern wir treten alle so auf, als ob wir wüssten, was Sache ist. Und dann haben wir schon wieder diese immer gleiche Diskussion, wo Meinungen gegeneinander gestellt werden, wo argumentiert und gekämpft wird, wo sich niemand wirklich zuhört und wo wir am Ende wieder einmal nichts Neues gedacht und erfahren haben.

Wir sind eine Gesellschaft der Einzelkämpfer und Alleinedenker. Wir sind es gewohnt, die Lösungen alleine zu suchen, statt miteinander zu denken.

Der Bohmsche Dialog trainiert genau diese Disziplin: Gemeinsam mit anderen zu erkunden, zu reflektieren, zu denken, in dieser weiten Atmosphäre, in der wirklich Neues entstehen kann, neue Erkenntnisse, neue Einsichten, neue Lösungen, neues Wissen. Aber so einfach dies jetzt wahrscheinlich klingt, so schwierig ist es, diese Qualität wirklich zu finden.

Auch hier gilt natürlich: Diese Disziplin muss angeleitet, geübt und trainiert werden. Sie ist tatsächlich lernbar. Aber sie braucht etwas Geduld, man muss es wirklich wollen.
Mehr Informationen zum Dialog nach David Bohm

Dieses Seminar schafft für Ihr Unternehmen den Link zur Lernenden Organisation. Die am Dialog beteiligten Mitarbeitenden finden gemeinsam kreative Lösungen, die für Einzelne vorher gar nicht denkbar waren. Das Team lernt, frei und kreativ komplexe Fragen zu erforschen, einander zuzuhören, mögliche Lösungen zu erkunden und eine gemeinsame Vision für das Unternehmen zu entwickeln. Die Erfahrung zeigt, dass tiefgreifende Veränderungen möglich sind, dass sich die Atmosphäre unter den Mitarbeitenden wesentlich verbessert und dass sich Kreativität und Innovation auf hohem Niveau etablieren.

Die Ergebnisse sind vielversprechend. Es ist eine wunderbare Erfahrung, in dieser neuen Qualität mit anderen zusammen zu denken und zu entwickeln. Die Menschen lieben es.

Eigentlich ist es nur in dieser Qualität möglich, wirklich neue Lösungen für komplexe, anspruchsvolle Probleme zu entwickeln und neues Wissen zu generieren. Im gemeinsamen Denken mit anderen zusammen. Dann ist ein Team unschlagbar, und es macht unheimlich Spass!

Die Zeiten der Einzelkämpfer und Alleinedenker sind vorbei!


Für dieses Seminar schlage ich 2 mal 2 Tage vor. Nach diesen vier Tagen haben die Teilnehmenden eine persönliche Referenz, sie haben die Erfahrung des Potenzials des Bohmschen Dialogs selber gemacht. Dann sind sie in der Lage, über die Weiterentwicklung des Dialogs in der Organisation zu entscheiden.

Kontakt für mögliche Daten auf der Homepage von mehrsicht.net: www.mehrsicht.net


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